Die EU-Kommission hat heute in einer Pressemeldung bekanntgegeben, daß der Einsatz von IPv6 in Europa weiter gefördert und ausgebaut werden soll. Der wachsende Bedarf an internetbasierten Services wird aufgrund der knapper werdenden Internet-Adressen kann nach Ansicht von Medienkommissarin Reding nur dadurch gedeckt werden, wenn entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Die Internet-Nutzer und -Anbieter müssen daher zum Umstieg auf die neue Version des Internet-Protokolls (IP-Version 6 oder IPv6) ermutigt werden – durch den Einsatz von IPv6 kann der Adressraum erheblich ausgeweitet werden. Die Europäische Kommission hat dabei als Ziel definiert, daß IPv6 bis 2010 in 25 % der Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Haushalten eingesetzt wird, und in diesem Zusammenhang zu weiteren konzertierten Maßnahmen auf europäischer Ebene aufgerufen. Die Kommission fordert beispielweise von den Mitgliedsstaaten, daß die IPv6-Nutzung künftig eine Voraussetzung für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen werden sollte.
Ein wesentlicher Vorteil von IPv6 ist, daß ein wesentlich größerer Adressraum angesprochen werden kann als bei IPv4. Obwohl IPv6 bereits seit ca. 10 Jahren besteht, lief die Umstellung bisher sehr langsam, auch wenn die modernen Router, Server und Software in der Regel bereits mit IPv6 umgehen können. Der Bedarf an Adressen wird jedenfalls in der Zukunft enorm steigen, insbesondere wenn man allein an die zunehmende Vernetzung von Endgeräten (Musik, Küche, TV, etc.) allein im Haushalt denkt.
Google hat vor kurzem seinen neuen Gesundheitsdienst gestartet. Auf Google Health können registrierte User ein eigenes Profil ihres Gesundheitszustandes inklusive bisherigen Erkrankungen, Medikation und Allergien in eine Patientenakte eingeben und darüberhinaus nach etwaigen Wechselwirkungen ihrer Medikamente schauen. Die Anwender können weiters Webseiten von Gesundheitsdienstleistern und Klinken für den Zugriff auf ihre Daten autorisieren und nach geeigneten Ärzten suchen. Auch die Nachbestellung von Medikamenten soll in Zukunft über die Plattform abgewickelt werden können.
Google Health wird vorerst werbefrei bleiben – ob dies in Zukunft so bleiben wird, ist derzeit noch offen.
Der niederländische Ministerrat hat vor kurzem beschlossen, in Zukunft Wahlen nur mehr wieder mit Papier und Bleistift abhalten zu lassen. Technische Alternativen gebe es derzeit keine. Der Ministerrat folgt damit einem Vorschlag des niederländischen Innenministeriums und stützt sich dabei auf einen Bericht, den eine unabhängige Untersuchungskommission im Herbst zum Thema Wahlcomputer vorgelegt hatte.
Die Kommission war als Reaktion auf den sog. Nedap-Hack Anfang Oktober 2006, sechs Wochen vor den Parlamentswahlen am 22. November, vom Innenministerium eingesetzt worden.
Bei diesem “Hackerangriff” demonstrierten Mitglieder der Initiative „Wij vertrouwen stemcomputers niet“ und des Chaos Computer Clubs Berlin (CCC), wie man am “vor Hacker sicheren” Wahlgerät Nedap ES3B Tom Kerrigans Simple Chess Program TSCP zum Laufen bringen konnte, indem sie dieses für den 68000-Prozessor des ES3B-Systems mit 16 kByte RAM und zwei 128-kByte-EPROMs als Programmspeicher adaptieren und kompilieren konnten.
Die niederländische Regierung hatte bereits 2007 als Sofortmaßnahme den 8290 Nedap-Wahlcomputern die Zulassung entzogen. Bei den Landtagswahlen in Hessen im Januar dieses Jahres wurden hingegen trotz Widerstands des Chaos Computer Clubs und anderer Kritiker Nedap-Wahlcomputer eingesetzt.
Quelle: heise.de