Da einige deutsche Gemeinden die Standard-Kennungen, die sie von einem Softwarehersteller erhalten haben, zu ihren Melderegistern nicht geändert haben, waren seit dem 15.3.2008 persönliche Daten wie Geburtsdatum bis zur Religionszugehörigkeit und Passfotos von 500000 Bürgern in Deutschland übers Internet online abrufbar.
Das System wird nach Angaben des Softwareherstellers derzeit von insgesamt 425 Kommunen in Deutschland eingesetzt. Den Zugang mit den Standardkennungen wird vom Softwarehersteller normalerweise zu Demonstrationszwecken für Internet-Gewerberegisterauskünfte verwendet. 15 Gemeinden verwendeten aber weiterhin die Standardkennungen zum Einstieg in ihre Register über das Internet. Über einen im Web angebotenen Link konnte man problemlos die Zugangsdaten für die Melderegister auslesen und in das System einsteigen.
Nach Angaben des Unternehmens konnten mit dem Zugang aber keine kompletten Melderegisterdaten abgerufen werden. Zudem musste nach einem konkreten Namen gesucht werden, um einen Treffer zu erhalten.
Inzwischen sei die Sicherheitslücke geschlossen.