Poker um Vergabe von IP-Adressen und die DNS-Aufsicht

Nach einem Bericht von heise.de möchte die UN-Organisation International Telecommunication Union (ITU) selbst IPv6-Adressen vergeben. Bereits Ende Oktober hatte das ITU Council grünes Licht gegeben, dass die ITU künftig ein Modell für nationale IPv6-Adressvergabestellen entwickeln soll, mit dem die ITU zu einer zentralen Koordinierungsstelle der Country Internet Registries (CIR) werden würde.

Der neue Präsident der ICANN steht einer weiteren IP-Adressvergabestelle kritisch gegenüber. Bislang gibt es fünf IP-Adressvergabestellen (Regional Internet Registries, RIR), als europäische Anlaufstelle fungiert das RIPE in Amsterdam.Vertreter aus dem ITU-Lager werben mit dem Hinweis auf “mehr Wettbewerb” für eine zusätzliche Vergabestelle, die unter  der Aufsicht der Regierungen stehen soll

Mobbing in sozialen Netzwerken

Nach Presseberichten wurde in Großbritannien erstmals ein Teenager wegen Mobbings im Internet zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Eine 18-jährige Britin muß der Meldung nach drei Monate in eine Jugendstrafanstalt, weil sie in Facebook eine ehemalige Schulkameradin mit dem Tod bedroht hatte.

Das zuständige Gericht in Worcester verurteilte sie zudem dazu, fünf Jahre nicht mit ihrer Bekannten in Kontakt zu treten oder irgendwelche Kommentare über sie im Internet zu verbreiten.

Kritik an Google Books-Einigung

Die Einigung im Urheberrechtsstreit bezüglich dem Einscannen von Büchern zwischen Google und der The Authors Guild sowie der Association of American Publishers (AAP) ist in den USA auf Kritik gestossen. Das “Internet Archive”, das neben einer Datenbank für historische Websites ebenfalls ein Buchscan-Projekt betreibt, befürchtet, daß Google sich durch die Einigung ein Monopol bei “orphan works” sichern könnte, also bei Büchern, deren Rechteinhaber nicht auffindbar, verstorben oder aus anderen Gründen nicht mehr verfügbar sind.

Das Internet Archive hat in dieser Causa vor kurzem das Bundesbezirksgericht in New York angerufen, das am 11. Juni über die Einigung entscheiden will.

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Kritik-an-Einigung-im-Rechtsstreit-um-Googles-Buchsuche–/meldung/136392