Auf der WSDM 09 in Barcelona befaßten sich Experten aus der Wissenschaft, von den Research Labs von Google, Yahoo & Co und Vertreter aus der Wirtschaft mit der Zukunft der Suchmaschinen. 30 bis 40 Prozent aller Suchabfragen sind heute Fragen, die der Nutzer selbst bereits ein anderes Mal gestellt hat - 60 bis 70 Prozent der Webseiten, die man besucht, snd Seiten, die man bereits kennt – so das Resümee von Susan Dumais von den Microsoft Research Labs.
Ein großes Ziel der Suchmaschinen ist die Finden von Informationen ohne Sprachbarrieren, d.h. die Suche in allen Sprachen. Auch die Verbesserung der Relevanz von Suchergebnissen ist ein großes Ziel, das nach Ansicht der Wissenschaftler durch das “Tagging” erreicht werden soll. Individuelle Stichwörter und Kommentare, die durch User eingegeben werden, sollen zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Searchengines beitragen.
Google hat nach zwei Jahre dauernden Verhandlungen mit der US-amerikanischen Authors Guild und der Association of American Publishers (AAP) eine Einigung über die Google-Booksearch erzielt, über die man urheberrechtlich geschützte Bücher und Texte aus den Sammlungen von US-Bibliotheken durchsuchen kann. Die Autoren waren im September 2005 mit einer Sammelklage wegen mutmaßlicher Copyright-Verletzungen gegen die Booksearch von Google vorgegangen, der Verlegerverband folgte im Monat danach.
Google hat heute seine neue Wissens-Website “Knol” (kurz für knowledge) freigeschaltet. Das Projekt, das als Konkurrent von wikipedia erstmals im Dezember 2007 vorgestellt wurde, setzt auf individuelle Autoren, die die von ihnen erstellten Artikel mit ihrem Namen signieren.
Um Autor auf “knol” zu werden, ist ein Google Account Voraussetzung. Kommentare der Nutzer und Feedback können von den Autoren in Ihre Beiträge eingearbeitet, aber auch abgelehnt werden. Auch mehrere Autoren können zusammen einen Artikel verfassen bzw. einen Artikel gemeinsam verwalten. Nutzer des Systems können in knol Punkte für die Qualität des Artikels verteilen.
Dem Autor steht es auch frei, auf seinem Artikel Google-Textanzeigen zu schalten. Google bietet dem Autor in diesem Fall einen Anteil aus den dadurch erzielten Einnahmen.