Google hat heute seine neue Wissens-Website “Knol” (kurz für knowledge) freigeschaltet. Das Projekt, das als Konkurrent von wikipedia erstmals im Dezember 2007 vorgestellt wurde, setzt auf individuelle Autoren, die die von ihnen erstellten Artikel mit ihrem Namen signieren.
Um Autor auf “knol” zu werden, ist ein Google Account Voraussetzung. Kommentare der Nutzer und Feedback können von den Autoren in Ihre Beiträge eingearbeitet, aber auch abgelehnt werden. Auch mehrere Autoren können zusammen einen Artikel verfassen bzw. einen Artikel gemeinsam verwalten. Nutzer des Systems können in knol Punkte für die Qualität des Artikels verteilen.
Dem Autor steht es auch frei, auf seinem Artikel Google-Textanzeigen zu schalten. Google bietet dem Autor in diesem Fall einen Anteil aus den dadurch erzielten Einnahmen.
Das Social Network Facebook hat bei einem US-Bezirksgericht in San Jose im Silicon Valley Klage gegen das deutsche Social Network StudiVZ eingebracht. StudiVZ soll neben dem Ersatz von Schadenersatz untersagt werden, “look, feel, features and services” von Facebook.com zu kopieren. Facebook wirft StudiVZ vor, das System kopiert zu haben und damit geistiges Eigentum von Facebook verletzt zu haben. Facebook wirft dem sozialen Netzwerk, das dem Verlag Holtzbrinck gehört, unter anderem auch vor, ohne Erlaubnis auf Facebooks Systeme und Computernetzwerke zugegriffen zu haben, um sich damit unrechtmäßig Daten zu verschaffen.
StudiVZ hat in einer ersten Stellungnahme die Vorwürfe zurückgewiesen.
Werbung in Social Networks scheint für die werbetreibenden Unternehmen eine Unbekannte zu sein. Obwohl die Popularität der Networks steigt und steigt und jetzt schon 20 Prozent der Online-Zeit ausmacht, sind im vergangenen Jahr weniger als 1 Prozent der Online-Werbudgets in die Taschen von StudiVZ, MySpace, Facebook und Co. geflossen.
Das Marktforschungsunternehmen Jupiter Research sieht die Ursache darin, daß 85 Prozent der werbetreibenden Unternehmen nicht realisiert, dass Werbung in sozialen Netzwerken grundsätzlich anders funktioniert als sonst im Internet und andere Mechanismen im Vordergrund stehen.
Ein aktueller FAZ – Bericht geht auf diese Thematik näher ein.